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    1. Was heißt eigentlich Liberalisierung?

    Die Liberalisierung des Gas- und Strommarktes in Belgien ist die Folge der europäischen Direktiven vom 19. Dezember 1996 und vom 22. Juni 1998.

    Ein liberalisierter Markt ist ein Markt, der für die Konkurrenz geöffnet ist.
    Vorher hatte der Verbraucher keine Wahl; er musste sich an den einzigen vorhandenen Anbieter, seine Interkommunale, wenden.

    Die Dinge haben sich geändert und jeder kann heute seinen Anbieter aus einer Reihe privater Betreiber wählen.

    2. Warum hat der Markt geändert?

    Die Europäische Union ist der Auffassung, dass Energie ein Grundbedürfnis ist und hat daher die Öffnung des Gas- und Strommarktes beschlossen. Sie verfolgt damit mehrere Ziele.

    Hauptziel ist es, gerechtere Preise zu gewährleisten.

    Grundgedanke ist, dass der Verbraucher in einem Markt, der offen für die Konkurrenz ist, verschiedene Angebote miteinander vergleichen kann, wodurch die Preise unweigerlich nach unten gedrückt werden.

    Die verschiedenen konkurrierenden Anbieter tun ihr möglichstes, um die günstigsten Preise und den besten Service anzubieten.

    Auch der Umweltschutz wurde nicht außen vor gelassen.

    Denn seit der Liberalisierung kann der Verbraucher ebenfalls wählen, welchen Energietyp er kauft.

    Jeder kann zwischen konventioneller und grüner Energie wählen (saubere Energie aus erneuerbaren Ressourcen).

    Verbraucher, denen an der Umwelt gelegen ist, haben die Möglichkeit ihre Energie entsprechend auszuwählen.

    3. Was ändert sich für Sie durch die Liberalisierung?

    Bis Juni 2003 in Flandern und bis Dezember 2006 in Brüssel und in der Wallonie hatten Sie keine andere Wahl: Die Interkommunale Ihrer Zone war der einzige Betreiber und hatte das Monopol auf dem Gas- und Strommarkt.

    Sie verwaltete sowohl die Verteilung (Bau und Unterhalt der Strom- und Gasleitungen, Netzanschluss, Ablesen der Zähler usw.) als auch die Lieferung von Strom und Gas.

    Seit Juli 2003 in Flandern und seit Januar 2007 in Brüssel und der Wallonie sind der Strom- und der Gasmarkt aufgespalten:

    • Die Verwaltung des Verteilernetzes unterliegt weiterhin der Verantwortung der Interkommunalen
    • Die Lieferung steht der Konkurrenz offen.
    Die große Änderung für Sie ist, dass Sie jetzt wählen können, von welchem von der Region anerkannten Anbieter Sie Ihr Gas oder Ihren Strom beziehen.

    4. Wie gelangt die Energie konkret zu Ihnen?

    In einem liberalisierten Energiemarkt ist Ihr Hauptansprechpartner Ihr Anbieter.

    Er ist es, der Ihnen Erdgas und Strom verkauft.

    Um die Energie zu Ihnen zu bringen, benutzt er die bestehenden Strom- und Erdgasnetze Ihrer Interkommunalen.

    Ihre Interkommunale bleibt für das Netz verantwortlich. Sie kümmert sich ebenfalls um das Ablesen der Zählerstände. Diese Angaben werden anschließend an Ihren Anbieter übermittelt, damit er Ihre Rechnung korrekt erstellen kann.

    5. Was steht jetzt auf Ihrer Rechnung?

    Infolge der Liberalisierung des Energiemarktes kann Ihre Rechnung jetzt in drei Posten aufgeteilt sein:

    1. Die Energiekosten: das ist der Betrag, den Sie Ihrem Anbieter für Ihren Verbrauch schulden (eventuell schließt diese eine feste jährliche Gebühr ein). In diesem Bereich gibt es Konkurrenz und hier können Sie auch zwischen verschiedenen Anbietern wählen;
    2. Die Kosten, um die Energie ins Verteilernetz zu stellen;
    3. Gesetzliche Steuern und Gebühren.

    6. Welche Rolle spielen die Regulierer?

    Die neuen Strom- und Gasmärkte werden von den Regulierern überwacht.

    Es handelt sich um unabhängige Organismen, die von den verschiedenen Behörden ins Leben gerufen worden sind.

    Ihre Aufgabe ist es, über die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und die Qualitätsanforderungen durch die verschiedenen Akteure des Strom- und Gasmarktes zu wachen.

    In jeder Region ist ein regionaler und ein föderaler Regulierer tätig.

      Auf föderaler Ebene: der föderale Regulierer ist die CREG (Commission de Régulation de l'Electricité et du Gaz).
      Auf Ebene der flämischen Region: der regionale flämische Regulierer ist die VREG (Vlaamse Reguleringsinstantie voor de Elektriciteits- en Gasmarkt)
      Auf Ebene der Wallonischen Region: der regionale Regulierer ist die CWAPE (Commission wallonne pour l'Energie- Wallonische Kommission für Energie)
      Auf Ebene der Region Brüssel-Hauptstadt: der regionale Regulierer für Brüssel-Hauptstadt ist die BRUGEL (La Commission pour la Régulation des marchés de l'énergie en Région Bruxelles-Capitale).