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Die Heizung macht durchschnittlich 75% der Energierechnung aus.
Ein paar Anstrengungen in diese Richtung können die Rechnung niedriger ausfallen lassen.

Ein Haushalt verbraucht durchschnittlich 2500 l Öl (oder 2500 m3 Erdgas) jährlich zum Heizen: Bei den gegenwärtigen Energiepreisen ist ein sparsamer Umgang mit Energie umso mehr zu begrüßen.

Berechnet auf ein ganzes Leben, können die Einsparungen eines Haushalts beim Posten Heizung die Hälfte des Wertes eines Hauses erreichen.

1. Lassen Sie die Sonne rein

Öffnen Sie die Gardinen und nutzen Sie die Fenster an der Sonnenseite, denn Sonnenstrahlen kosten nichts.

2. Ziehen Sie nachts die Gardinen zu

Schließen Sie nachts Gardinen, Rollos und Fensterläden. So bleibt ein Großteil der Wärme drinnen.

Machen wir ein paar Berechnungen:
Einsparung = 750 €/Jahr (jährliche Heizkosten für die Heizung eines Appartements) X 0,13 (Energieverlust durch die Fensterscheiben) X Verringerung des Energieverlustes

Einige Beispiele:

  • Bei einem Fenster mit Einfachverglasung hilft ein Fensterladen 25% Energie zu sparen, d.h. eine Einsparung von 24 bis 57 € pro Jahr.
  • Bei einem Fenster mit Doppelverglasung hilft ein Fensterladen den Energieverlust um 60% zu verringern, d.h. eine Einsparung von 58 bis 136 € jährlich.

3. Machen Sie die Heizkörper frei

Stellen Sie nichts davor und legen Sie auch nichts auf Heizkörper oder Konvektoren, sonst verhindern Sie, dass sich die abgestrahlte Wärme richtig ausbreiten kann.

Entfernen Sie ebenfalls den Staub von Heizkörpern und Konvektoren, um eine optimale Ausstrahlung der Wärme zu gewährleisten

4. Denken Sie auch an die Rückseite Ihrer Heizkörper

Kleben Sie eine mit Aluminiumfolie bedeckte Platte hinter den Heizkörper, wobei die reflektierende Seite der Aluminiumfolie zum Heizkörper gedreht sein muss. Diese Platten strahlen die Wärme der Heizkörper zurück in den Raum statt auf die Mauer. Sie können den Wärmeverlust so um bis zu 70 % reduzieren.

Einsparung = 1750 €/Jahr (jährliche Heizkosten) X 0,05 (Energieverlust 5%) X 0,7 (verringerter Energieverlust) = 61 € pro Jahr.

5. Sie gehen aus? Dann schalten Sie besser ab!

Senken Sie die Zimmertemperatur nachts auf 15 bis 16°C und sparen Sie so etwa 13% (= 97 bis 227 € jährlich) auf die gesamte Heizkostenrechnung.
Wenn die Heizung auch tagsüber hinuntergesetzt werden kann, weil Sie abwesend sind, kann die Einsparung 24% ausmachen (= 180 bis 420 €2 jährlich).

Mit einem Raumthermostat mit eingebauter Uhr können Sie die Heizung nachts und während Ihrer Abwesenheit abschalten.

Anmerkung: die Temperatur sollte nicht tiefer als 14°C sein, um Kondensationsproblemen vorzubeugen.

6. Regeln Sie Ihr Thermostat

Thermostate sind sehr hilfreich, aber man muss sie auch richtig nutzen.
Wenn Sie das Thermostat um ein Grad hinuntersetzen, senken Sie Ihren Verbrauch um etwa 6% (= 45 bis 122 €2 jährlich).
Deshalb sollte man immer eine Temperatur wählen, die dem jeweiligen Raum angepasst ist:

  • 18°C in der Küche;
  • 19°C bis 22°C im Wohnzimmer;
  • 16°C bis 18°C in den Schlafzimmern;
  • 16°C in Flur Treppenhaus und WC.

Die Türen der nicht beheizten Räume sollten stets geschlossen bleiben, damit sich die Kälte nicht in den anderen Räumen ausbreiten kann. Gleiches gilt auch für die Türen zwischen den Räumen, in denen Sie sich aufhalten, und dem Flur.

7. Lüften Sie das Haus

Ein trockenes Haus zu heizen geht schneller und ist billiger. Daher sollte man richtig lüften, um die Feuchtigkeit abzuleiten.
Allerdings ist es hierzu nicht erforderlich, die Fenster ständig offen zu lassen.
Idealerweise lüftet man 15 Minuten täglich, nachdem man alle Heizkörper zugedreht hat.

Nach dem Lüften wird die ausgetretene warme Luft schnell wieder ersetzt, denn die Mauern hatten keine Zeit abzukühlen (eine Mauer braucht 1000 Mal länger zum Aufheizen als die Raumluft).

Lüften hat ebenfalls positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit.
Feuchtigkeit begünstigt die Entwicklung von Milben, Schaben und Schimmelpilzen, Auslöser für Atemwegsallergien.

8. Isolieren

Isolieren Sie Heizungsrohre, die durch nicht geheizte Räume führen.

Schätzungsweise kann in nicht geheizten Räumen bis zu 6 Liter Heizöl (oder 6cm3 Gas) jährlich pro nicht isoliertem Meter Heizungsrohr verloren gehen.
Bei 10 Metern macht das: 31 € (6 l x 10 x 0,516 €/l) im Falle einer Ölheizung oder 26 € (6/9 x 10 x 3,9 €/kWh) bei einer Gasheizung.

Im Winter sollten Sie Spalten unter den Türen oder alten Fensterrahmen abdichten, damit die Kälte nicht von außen hinein gelangt.

9. Heizkörper entlüften und Heizkessel reinigen

Entlüften Sie Ihre Heizkörper, sonst müssen Sie noch viel länger heizen, um die übliche Raumtemperatur zu erreichen.

Lassen Sie Ihren Heizkessel und Heizungen regelmäßig warten: Alle zwei Jahre bei einer Gasheizung oder jedes Jahr bei einem Öl- oder Holzbrenner (für Ölbrenner jedes Jahr seit 1978)

Ein schlecht eingestellter Brenner verbraucht 20% mehr!
Eine Rußablagerung von 1 mm auf den Wänden der Heizung steigert den Verbrauch um 3%.

10. Heizung: Treffen Sie die richtige Wahl

Erdgas und Heizöl sind die günstigsten Energiequellen zum Heizen einer Wohnung. Sie sind etwa 3 Mal günstiger als Strom.

Zusätzliche elektrische Heizkörper sollten zum Heizen des Badezimmers verwendet werden, da sie sehr schnell wärmen und so nicht unnötig alle Zimmer des Hauses beheizt werden müssen.
Es wäre Wahnsinn, diese elektrischen Heizkörper zum Heizen einer ganzen Wohnung zu verwenden, da sie zwischen 1500 und 2000 Watt verbrauchen. Ein solches Gerät kostet bei zwei Stunden Betrieb zwischen 97 und 130 € pro Jahr.